Gold – ein Klassiker mit Geschichte

Gold hat die Menschheit schon immer fasziniert. Schon in der Antike wollte man es unbedingt besitzen – es stand einfach für zwei Dinge: Reichtum und Macht. Außerdem war es ein anerkanntes Zahlungsmittel und diente als Schmuck. Wer damals Gold hatte, dem ging es gut.

Daran hat sich bis heute im Kern wenig geändert. Gold gilt als krisensicher und stabil gegenüber Währungen. Ein Grund dafür ist seine begrenzte Verfügbarkeit: Es gibt nur eine bestimmte Menge auf der Erde. Und was knapp ist, gewinnt eben oft an Wert.

Allerdings sollte man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben: Der Preis ist über die Jahrzehnte gestiegen, aber nicht explodiert. 1980 kostete eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) umgerechnet rund 436 Euro. Heute (Stand 8. Januar 2025) liegt sie bei etwa 2.570 Euro.

Das klingt ordentlich, aber im Schnitt ist Gold langsamer im Wert gestiegen als Aktien – und oft auch stärker geschwankt. Das liegt vor allem daran, dass der Preis von Angebot und Nachfrage abhängt. Gold selbst „arbeitet“ nicht, wie es ein Unternehmen tut.

Trotzdem hat es seinen Platz in einem Depot. Wer Angst vor einem Währungscrash oder Totalverlust anderer Anlagen hat, kann einen kleinen Teil seines Vermögens in physisches Gold stecken – also Münzen oder Barren im eigenen Tresor lagern.

Weil die Goldreserven weltweit begrenzt sind, wird das Edelmetall wohl auch künftig einen stabilen Sachwert haben. Und anders als Kryptowährungen wie Bitcoin ist Gold schon seit Jahrhunderten als Zahlungsmittel anerkannt. Außerdem entwickelt sich der Goldpreis oft gegenläufig zum Aktienmarkt – was helfen kann, die Schwankungen im Portfolio etwas abzufedern.