Deutschland 2.0 – Der Moment beginnt hier

„Es gab eine Zeit, in der wir glaubten, dass alles gut werden würde,
solange niemand das Gegenteil sagte.“

So beginnt die Geschichte unseres Landes.

Deutschland war stolz, stark und sicher.
Ein Land, das glaubte, die Zukunft im Griff zu haben,
bis die Zukunft zeigte,
dass sie sich nicht festhalten lässt.

Wir überstanden die große Reform von 2010,
die uns versprach, mutiger zu sein
und uns gleichzeitig unsicherer machte als zuvor.

Wir sahen das Reaktorunglück von 2011,
das uns nicht nur erschütterte,
sondern uns vor Augen führte,
wie verletzlich ein moderner Staat wirklich ist.

Wir erlebten das Jahr der offenen Tore 2015
und ein naives „Wir schaffen das!“,
in dem unser Herz größer war
als die Strukturen, die es hätten tragen sollen.

Und wir durchlitten 2024 – das Jahr,
in dem Entscheidungen nicht mehr getroffen,
sondern ausschließlich vertagt wurden –
ich sage: „verschleppt“ wurden.

Spätestens seit der Neuwahl im Jahr 2024
blinkten doch alle Ampeln im Land sinnbildlich,
aber für jeden sichtbar, nur noch hektisch gelb auf „Defekt“.

Diese Ereignisse formten uns.
Sie brannten sich in unser kollektives Gedächtnis.
Sie waren Warnungen.
Und wir haben sie nicht ernst genug genommen.

Denn wir glaubten, dass alles gut wird,
wenn wir nur hoffen.

Doch Hoffnung ersetzt keine Richtung.
Und Schweigen ersetzt keine Entscheidung.

Das Land, das einst für Klarheit stand,
verlor sich in Nebel.
Und irgendwann,
nach Jahren des Blickens auf Schienen,
die nirgendwohin führten,
hörte man den Satz,
den niemand mehr aussprechen wollte:

„So geht es nicht weiter.“

Das war der Beginn von Deutschland 2.0.
Nicht laut.
Nicht heroisch.
Sondern leise.
Und wahr.

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